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Verpackungsgesetz: Steuerberater gegen Aufsicht der zentralen Stelle


Quelle: Gabi Schoenemann (pixelio.de)
26.01.2017 − 

Die Steuerberater sind weiterhin unzufrieden mit dem Entwurf des Verpackungsgesetzes. In einer Stellungnahme an den Umweltausschuss des Bundestages fordert der Deutsche Steuerberater-Verband, dass Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer nicht der Aufsicht der geplanten „zentralen Stelle“ unterliegen sollen.

Sowohl die beabsichtigte zusätzliche Registerpflicht bei der zentralen Stelle, als auch die zusätzliche Aufsicht, die damit für Steuerberater, vereidigte Buchprüfer und Wirtschaftsprüfer geschaffen würde, ist für den Verband „nicht nachvollziehbar und sollte daher aus dem Gesetzentwurf entfernt werden“, heißt es in einem Schreiben an den Ausschuss.

Die Berufe unterlägen bereits der Berufsaufsicht der Steuerberaterkammern bzw. der Wirtschaftsprüferkammer. Ein parallel zur bestehenden Berufsaufsicht installiertes Aufsichtssystem bei der zentralen Stelle würde zusätzlichen bürokratischen Aufwand bedeuten, ohne dass ein zusätzlicher Nutzen geschaffen oder ein Mehr an Sicherheit gewonnen würde. Parallele Aufsichtsstrukturen würden zu Kompetenzstreitigkeiten führen. Zudem bestünde die Gefahr, dass eventuelle Pflichtverletzungen mehrfach untersucht und sanktioniert werden. Dies erscheine bereits mit Blick auf den allseits geforderten Bürokratieabbau in Deutschland nicht zielführend.

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