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Umicores Recyclingsparte aufgrund geringer Metallpreise mit schlechteren Ergebnissen


Standort in Hoboken (Quelle: Umicore)
05.02.2016 − 

Der belgische Metallurgiekonzern Umicore musste bei seinen Recyclingaktivitäten 2015 Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Ursächlich dafür war in erster Linie das niedrige Niveau der Metallpreise. Aber auch die geringe Nachfrage auf einigen Absatzmärkten habe die Ergebnisse negativ beeinflusst, erklärt der Konzern. In dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht für das vergangene Jahr weist Umicore für die Sparte Erlöse in Höhe von 663 Mio € aus – ein Minus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der fortgesetzten Recyclingaktivitäten ging sogar um fast fünf Prozent auf 142 Mio € zurück.

Im Bereich der Edelmetallraffination seien die Umsätze im Jahresvergleich konstant geblieben. Die geringeren Metallpreise konnte Umicore dabei durch eine bessere Zusammensetzung bei den verarbeiteten industriellen Reststoffen und den verwerteten Altgeräten kompensieren. Die verarbeiteten Mengen lagen erwartungsgemäß auf dem Niveau des Vorjahres. Die Ausfallzeiten durch die umfangreichen Investitionen am Standort Hoboken habe man durch die gestiegene Kapazität der Anlage im vierten Quartal wettmachen können, erklärt der Konzern.

Die Umsatzeinbußen im Recyclinggeschäft hat Umicore im abgelaufenen Geschäftsjahr durch starkes Wachstum in den beiden übrigen Geschäftsbereichen „Catalysis“ und „Energy & Surface Technologies“ mehr als kompensiert. Insgesamt weist der Konzern ein Umsatzplus von elf Prozent auf 2,63 Mrd € aus. Das EBIT der fortgesetzten Geschäftsaktivitäten stieg sogar um mehr als ein Fünftel auf 330 Mio €. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 193 Mio € auf 246 Mio €. Rechnet man jedoch die im vergangenen aufgegebenen bzw. verkauften Geschäftsbereiche hinzu blieb 2015 Umicore unter dem Strich nur ein Gewinn von 169 Mio € – ein Minus von zwei Mio € gegenüber dem Vorjahr.

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