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Sinkende Qualität von Mischkunststoffen beklagt

17.01.2012 − 

Kunststoffrecycler in Deutschland beklagen sich über eine deutlich sinkende Qualität von Mischkunststoffen, die sie aus modernen Sortieranlagen als Ausgangsstoffe für ihre Weiterverarbeitung erhalten.

Die Kunststoffabfälle seien nicht selten mit Störstoffen verunreinigt. Um besser verwertbares Ausgangsmaterial zu erhalten, wollen die Recycler mehr Einfluss auf die vorgeschalteten Sortierprozesse nehmen, erklärte Michael Scriba, Geschäftsführer von Mtm Plastics aus Niedergebra im Nachgang zu einem Treffen der Recycler.

Die sinkende Qualität der Mischkunststoffe führe zu einer immer geringeren Produktausbeute. Laut Scriba wollen die Recycler im direkten Gespräch mit Sortieranlagen deren Prozesse besser auf die nachfolgende Produktion abstimmen. „Das deutsche ‚Hightech-Modell’ der Kunststoffartentrennung zielt mehr auf Menge als auf Qualität ab “, sagte Scriba, dessen Firma eines der in Europa führenden Verwertungsunternehmen für vermischte Kunststoffabfälle ist.

Von Großsortieranlagen bekämen Mischkunststoffverwerter nur schlecht definierte Teilmengen, die lediglich Produktausbeuten von teilweise unter 40 Prozent zulassen. Diese Qualität sei für die energetische Verwertung viel besser geeignet. Mit anderen Sortiervorgaben ließe sich die Gesamtmenge der werkstofflich verwertbaren Kunststoffe wieder deutlich steigern.

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