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Scholz will mit Stundung der Anleihezinsen Zeit gewinnen


Quelle: Scholz
15.02.2016 − 

Im Kampf um die finanzielle Rettung verlangt der Stahlschrottrecycler Scholz nun eine Stundung der am 8. März fälligen Zinsen auf seine Anleihe. Die Stundung der rund 15,5 Mio € betragenden Zinszahlung würde eine stabile Plattform schaffen, um die laufenden Gespräche mit den Kreditgebern sowie den Investorenprozess fortzusetzen, erklärte der Konzern. Bereits im Beschluss des Handelsgerichts in Wien zur Bestellung einer Kuratorin für die Anleihe Mitte Januar war deutlich geworden, dass die Scholz Holding möglicherweise nicht in der Lage sein könnte, die jährliche Zinszahlung zu leisten, und in diesem Fall die Insolvenz droht. Daher hat der Konzern in der vergangenen Woche Verhandlungen mit der Kuratorin begonnen, welche die Interessen der Anleihegläubiger vertritt.

An der Börse wurde die Ankündigung der geforderten Zinsstundung wenig positiv aufgenommen. Der Kurs der Anleihe fiel an der Börse in Frankfurt am Freitag auf zwei Prozent des Ausgabewerts. Kurz darauf wurde der Handel mit der Scholz-Anleihe ausgesetzt.

Der angeschlagene Schrottrecycler befindet sich nach eigenen Angaben unterdessen weiterhin in „konstruktiven Verhandlungen“ mit seinen übrigen Schuldnern. Die „anhaltend positiv“ verlaufenden Gespräche mit den Hauptkreditgebern seien „sehr ermutigend“.

Darüber hinaus gebe es weiterhin mehrere potenzielle Investoren, die dem Konzern im Falle einen erfolgreichen finanziellen Restrukturierung frisches Kapital zuführen würden. Für den Einstieg neuer Gesellschafter hat Scholz zudem schon die notwendigen Vorbereitungen getroffen. So sei mit den Gesellschaftern der Scholz Holding eine Übereinkunft erzielt worden, die sicherstellt, dass es im Falle einer Einigung mit den Kreditgebern und potenziellen Investoren über die künftige Kapitalbasis unverzüglich zu den erforderlichen gesellschaftlichen Transaktionen kommen kann.

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