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Russisches Exportverbot für Altpapier in Polen spürbar

Das Exportverbot des Kreml (Bild) für Altpapier hat Auswirklungen auf den polnischen Altpapiermarkt.
Bild Harry Hautumm / pixelio.de
08.02.2016 − 

Nachdem die russische Regierung zum 18. Dezember 2015 den Export von Altpapier für vier Monate verboten hat, wirkt sich die Maßnahme seit Januar auch auf den polnischen Markt aus. Seit einigen Wochen gehört dies mit zu den wichtigsten Themen, die unter Marktteilnehmern in Polen besprochen werden.

Ukrainische Papierfabriken, die am stärksten von dem Exportembargo betroffen sind, weil sie der mit Abstand größte Importeur von russischem Altpapier waren, sehen sich verstärkt in Osteuropa und vor allem in Polen nach alternativen Bezugsquellen um, beobachten befragte Händler. Polen ist wegen seiner Marktgröße besonders interessant und auch weil der Güterverkehr aufgrund des bestehenden breitspurigen Eisenbahnnetzes in beiden Ländern, das es vor allem im ehemaligen Einflussbereich der Sowjetunion gibt, kompatibel ist, erklärt ein Kenner.

Bereits im letzten Jahr stellten Verarbeiter aus der Ukraine vermehrt Anfragen an polnische Händler, aber solange das Ausfuhrverbot nicht in Kraft trat, hielten sich die realisierten Geschäfte in Grenzen. Dies habe sich nun geändert. Insbesondere aus dem Süden und Osten haben spürbare Mengen an Altpapier das Land in den letzten Wochen in Richtung Ukraine verlassen.

Wie es heißt, zahlen die Einkäufer aus dem östlichen Nachbarland in der Regel per Vorkasse, preislich können sie mit dem gängigen Marktniveau mithalten und überbieten dieses sogar, und an die Qualität haben sie die gleichen hohen Ansprüche wie Papierfabriken im Inland. Lokale Einkäufer befänden sich in einer echten Konkurrenzsituation.

Der vollständige Bericht über den Altpapiermarkt in Polen inklusive der Preisangaben erscheint in EUWID Recycling und Entsorgung 06/2016. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle bereits jetzt schon online:

Altpapier Polen

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