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Remondis aufgrund fallender Schrottpreise mit weniger Umsatz im Jahr 2015


Bildquelle: Rethmann SE
16.02.2017 − 

Remondis, größter deutscher Entsorger und in Europa nach dem Umsatz der französischen Konzerne Veolia und Suez Rangdritter, blieb 2015 von schlechteren Rohstoffpreisen am Weltmarkt nicht verschont. Laut dem im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresbericht der Rethmann-Gruppe musste Remondis einen Umsatzrückgang von knapp sieben Prozent auf 6,0 Mrd € hinnehmen. Maßgeblich dafür war vor allem die negative Entwicklung der Schrottpreise.

Dass Remondis auch weiterhin Unternehmen zukaufen wird, machte die Geschäftsführung im Ausblick klar, in dem auf eine erfreuliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung, eine komfortable Finanzierungssituation und der in der Breite verbesserten Ertragslage der Gruppe verwiesen wird. „Da wie in den vergangenen Jahren verschiedene Unternehmen der Branche national und international zum Verkauf stehen, kann sich die Gelegenheit bieten, das Portfolio der Gruppe weiter auszubauen oder zu ergänzen.“ Erst in der letzten Woche war das Interesse des Entsorgers am Dualen System Deutschlands bekannt geworden.

Unter anderem gibt die Gruppe in der Pflichtveröffentlichung neben kritischen Kommentaren zur Rekommunalisierung auch ihre Sicht zum Abfallverbrennungsmarkt wieder. In Deutschland bestünden weiterhin strukturelle Überkapazitäten, die temporär durch Abfallimporte und durch die erfreuliche Konjunkturlage überdeckt werden. Zunehmender Auslastungsdruck bei den Verbrennungsanlagen werde zur Erhöhung des Drucks auf die Betreiber führen. Dies sei eine Motivation des in den vergangenen Jahren von Remondis aktiv praktizierten Aufkaufs kleinerer, lokal tätiger Wettbewerber, die über Abfallmengen verfügen, die in Anlagen und Kontingente des Konzerns gesteuert werden können.

Den kompletten Bericht zum Jahresbericht der Rethmann-Gruppe lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 7/2017. Kunden unseres Premium-Angebots können den Artikel auch in unserem E-Paper lesen:

Rethmann: Übernahmen sorgen weiterhin für Umsatzwachstum

 

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