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Recylex braucht dringend Geld

Deutsche Standorte gefährdet: Recylex in Nordenham bei Bremerhaven.
Bildquelle: Recylex
18.02.2016 − 

Der deutsch-französische Metallrecycler Recylex braucht dringend Geld. Das Unternehmen teilte mit, dass die Gruppe angesichts der schwierigen Liquiditätslage zusätzliche Maßnahmen ergriffen hat, um den Bedarf an umlaufenden Betriebsmitteln unter Kontrolle zu halten.

"Sollte bis Ende des ersten Quartals 2016 kein Finanzierungsangebot vorliegen, könnte die Unternehmensfortführung der deutschen Tochtergesellschaften der Gruppe in Frage gestellt werden, was auch die Unternehmensfortführung von Recylex SA in Frage stellen würde", so Recylex.

Vor diesem Hintergrund will das Unternehmen die Gespräche im Hinblick auf die Suche nach einer globalen Finanzierungslösung fortsetzen. Diese umfasse die Finanzierung des Projektes der neuen Industrieanlage im Geschäftsbereich Blei, die Refinanzierung einer Kreditlinie in der Höhe von 3 Mio €, die Ende März 2016 auslaufe sowie die Finanzierung des Bedarfs an umlaufenden Betriebsmitteln der deutschen Tochtergesellschaften.

Insgesamt hat die Recylex-Gruppe im vergangenen Jahr 385,4 Mio € umgesetzt. Das entspricht einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr (421,5 Mio €). Insbesondere in den Bereichen Blei und Spezialmetalle entwickelten sich die - noch nicht geprüften - Konzernumsätze stark rückläufig. Im Geschäftsbereich Blei sanken die Erlöse von 311,8 Mio € auf 281,8 Mio €, was einem Rückgang von zehn Prozent entspricht. Mit Spezialmetallen nahm der Recycler sogar 13 Prozent weniger ein: 20,5 Mio € spülte der Bereich in die Kasse, nach 23,6 Mio € im Jahr zuvor. Die endgültigen Jahresergebnisse 2015 will Recylex am 7. April veröffentlichen.

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