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MVV plant Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm in Mannheim


Quelle: MVV Energie AG
05.01.2017 − 

Die MVV Energie plant auf dem Gelände ihres abfallgefeuerten Heizkraftwerkes und des Biomasse-Kraftwerkes auf der Friesenheimer Insel in Mannheim eine Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm. In einer „kleineren Linie“ sollen nach Angaben der MVV rund 135.000 Jahres-tonnen Klärschlamm aus Kommunen verbrannt werden, um aus der Asche anschließend Phosphor zurückzugewinnen. Für weitere Angaben sei es zum jetzigen Projektzeitpunkt noch zu früh.

Das Vorhaben stehe damit im Einklang mit den umweltpolitischen Vorgaben der Bundesregierung, die zum einen die bisherigen Entsorgungswege für Klärschlamm durch Ausbringung in der Landwirtschaft beenden und zum anderen die Phosphor-Rückgewinnung voranbringen will. Mit den bisherigen Verfahren sei eine Rückgewinnung des im Klärschlamm enthaltenen Phosphors technisch nicht möglich, so die MVV.

Durch die Monoverbrennung mit anschließender Ascheaufbereitung ließen sich bis zu 90 Prozent des im Klärschlamm enthaltenen Phosphors wiedergewinnen. Dazu muss der entwässerte Klärschlamm zunächst getrocknet und dann thermisch vorbehandelt werden. Wie die Bundesregierung setzt auch die baden-württembergische von den Grünen geführte Landesregierung auf dieses Verfahren, da bei der Mitverbrennung von Klärschlämmen beispielsweise in Kohlekraftwerken oder Zementwerken der im Klärschlamm enthaltene Phosphor nicht rückgewonnen werden kann.

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