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Methanemissionen aus Bioabfallbehandlungsanlagen „vernachlässigbar gering“


Bildquelle: Franz Untersteller
27.01.2017 − 

Unter Klimaschutzaspekten erfüllt die Kompostierung und Vergärung von Bioabfällen das Kriterium einer hochwertigen Verwertung. Das geht aus einer detaillierten Untersuchung des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart hervor. „Der Bericht belegt, dass von Kompostierungs- und Vergärungsanlagen nur vernachlässigbar geringe Methanemissionen ausgehen“, kommentierte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) die Ergebnisse.

In dem zweijährigen Projekt erforschte das ISWA anhand eines neuartigen Messverfahrens im Realbetrieb, in welchem Umfang von dort klimarelevante Gase in die Umwelt gelangen. „Die klimarelevanten Emissionen der untersuchten Bioabfallbehandlungsanlagen liegen deutlich unter den Richtwerten des Weltklimarats. Sie entsprechen nur einem äußerst geringen Bruchteil der aus der Rinderhaltung stammenden Methanemissionen,“ so Untersteller.

Die teilweise seitens der Umweltverbände vorgetragenen Befürchtungen, Bioabfallvergärungsanlagen würden sich aufgrund von diffusen Methanemissionen negativ auf das Klima auswirken, seien demnach unbegründet. „Wir können daher ruhigen Gewissens die effiziente Verwertung von Bioabfällen und den Bau neuer Vergärungsanlagen im Land weiter vorantreiben“, sagte der Minister.

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