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Krankenstand in der Entsorgungswirtschaft rund die Hälfte höher als in der Gesamtwirtschaft


Quelle: Tim Reckmann (pixelio.de)
15.03.2016 − 

Die Arbeit in der „Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen, Rückgewinnung“ sowie in der „Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstige Entsorgung“ ist offenbar mit größeren Gesundheitsgefahren verbunden als in anderen Branchen. Diesen Schluss legen die Fehlzeiten-Berichte des WidO - Wissenschaftliches Institut der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) der vergangenen Jahre nahe. Einerseits lag der Krankenstand unter den AOK-Mitgliedern in den beiden Bereichen in der Regel signifikant über dem Durchschnitt der Branche „Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau“ als auch über dem Durchschnitt aller Branchen insgesamt. Andererseits dauert in der Regel die Arbeitsunfähigkeit bei Entsorgungstätigkeiten auch länger als bei weniger unfall- oder krankheitsträchtigen Tätigkeiten.

Insgesamt ist der Krankenstand in der Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen sowie Rückgewinnung in den letzten drei Jahren leicht gestiegen. So kletterte der Krankenstand in diesem Wirtschaftsbereich von 7,5 Prozent im Jahr 2013 über 7,6 Prozent in 2014 auf 7,8 Prozent im vergangenen Jahr. Bei den Beschäftigten in der Beseitigung von Umweltverschmutzungen und der sonstigen Entsorgung stieg der Krankenstand im gleichen Zeitraum ebenfalls, nämlich von 6,5 über 6,8 auf zuletzt 7,3 Prozent.

Selbst wenn diese Zahlen um alters- und geschlechtsbedingte Effekte bereinigt werden, ändert das nichts am Trend eines steigenden Krankenstandes in den letzten drei Jahren. Der Anteil arbeitsunfähig gemeldeter Mitarbeiter stieg für alle vom WIdO in seinen Fehlzeiten-Reports betrachteten Branchen von 2013 bis 2015 um jeweils einen Zehntel Prozentpunkt auf zuletzt 5,3 Prozent. In Relation dazu liegt der Krankenstand in der Entsorgungswirtschaft damit etwa um die Hälfte höher als in der Gesamtwirtschaft.

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Krankheitsbedingte Ausfallzeiten in der Entsorgungswirtschaft leicht gestiegen

 

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