|  

Handel schließt Vereinbarung zur Reduzierung von Kunststofftüten


Quelle: Ralph Aichinger (pixelio.de)
09.02.2016 − 

Der Handel will ab 1. April in Deutschland die Zahl der Kunststofftüten verringern. An diesem Tag soll eine Vereinbarung zwischen dem Handelsverband Deutschland (HDE) und dem Bundesumweltministerium in Kraft treten. Demnach dürfen teilnehmende Händler Kunststofftüten künftig nur noch gegen Entgelt herausgeben. Nach Informationen von EUWID haben sich Bundesumweltministerium und der Handelsverband auf die Vereinbarung kürzlich verständigt. Mit der freiwilligen Lösung, für die der HDE seit Monaten auch bei Unternehmen wirbt, soll die europäische Vorgabe umgesetzt werden. Andernfalls hätte eine gesetzliche Regelung gedroht.

Die Vereinbarung soll am 1. April 2016 in Kraft treten, erklärte der HDE heute. Die Höhe des Entgelts für Plastiktüten legen die Unternehmen aus kartellrechtlichen Gründen individuell fest. „Es beteiligen sich zum Start so viele Unternehmen, dass bereits 60 Prozent der Tüten im Handel erfasst sind“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Innerhalb von zwei Jahren sollen mindestens 80 Prozent der Kunststofftüten in Deutschland kostenpflichtig sein. Die Teilnahme weiterer Branchen ist vorgesehen.

Ziel der EU-Richtlinie ist es, den Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftüten in den EU-Mitgliedstaaten innerhalb der nächsten zehn Jahre auf maximal 40 Stück jährlich zu reduzieren. In Deutschland werden aktuell jährlich 71 Tüten je Einwohner und Jahr genutzt.

EUWID Recycling und Entsorgung erscheint jeden Mittwoch als Printausgabe. Premium-Abonnenten können die aktuelle Ausgabe bereits ab Dienstag 14.00 Uhr als E-Paper lesen.

Unsere Marktberichte stehen unseren Premium-Abonnenten frühzeitig online zur Verfügung.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Michael Philippi wird neuer EVS-Geschäftsführer

Wertstoffgesetz: Bundesrat stimmt für Länderinitiative  − vor