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Indaver: Große Pläne für Recycling vermischter Kunststoffabfälle


Bildquelle: Indaver
18.02.2016 − 

Der belgische Konzern Katoen Natie hat große Pläne, verschmutzte Kunststoffabfälle zu verwerten. Diese Woche kündigte Firmenchef Fernand Huts an, dass die Entsorgungstochter Indaver zunächst in Flandern eine Großanlage für 100.000 Jahrestonnen errichten will. Huts hatte im vorigen Jahr den Entsorger übernommen. Eine Anlage solle 80 Mio € kosten und 40 Mitarbeiter beschäftigen. Der Bau würde frühestens 2018/2019 starten.

Zum Einsatz solle ein selbst entwickeltes Depolymerisationsverfahren kommen, das aus den verschmutzten Kunststoffabfällen Grundstoffe für die chemische Industrie erzeuge. Eine erste Anlage solle innerhalb von fünf Jahren in Flandern in Betrieb gehen. Insgesamt wolle Indaver in Westeuropa bis zu zehn Anlagen bauen, die jährlich zusammen rund 1,0 Mio Tonnen Kunststoffabfälle verarbeiten.

Außer mit einer Reihe von kleineren Projekten gibt es mit solchen Verfahren, wie z.B. der katalytischen drucklosen Verölung, keine Erfahrungen. Die großtechnische Umsetzung ist bislang noch nicht gelungen. Huts zufolge passen die thermische und chemische Polymerisation von Kunststoffabfällen perfekt zu den Kernkompetenzen von Indaver. Die Technologie sei auf einen industriellen Maßstab zu bringen, heißt es in einem Papier des Konzerns. Zudem müsste die Technik auch als das Recycling in den europäischen Regelwerken eingestuft werden.

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