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EEW-Übernahme durch chinesische BEHL vollzogen


Quelle: EEW
07.03.2016 − 

Der deutsche Müllverbrenner EEW Energy from Waste hat einen neuen chinesischen Mutterkonzern. Der Anfang Februar bekannt gegebene Anteils-Verkauf vom schwedischen Finanzinvestor EQT an den chinesischen Energie- und Wasserversorger Beijing Enterprises Holdings Limited (BEHL) ist jetzt vollzogen, meldet BEHL auf seiner Homepage.

Der Kaufpreis liegt bei 1,438 Mrd € und repräsentiert laut BEHL die bislang größte Direktinvestition aus China in ein deutsches Unternehmen. Den Übernahmewert beziffert das mehrheitlich im chinesischen Staatsbesitz befindliche Unternehmen mit 1,8 Mrd €, ohne allerdings die Differenz zum Kaufpreis näher zu erläutern.

Die schnelle Freigabe der Übernahme durch die deutschen Behörden unterstreicht BEHL zufolge die große Unterstützung für diese chinesisch-deutsche Zusammenarbeit. Weiterhin verweist BEHL darauf, dass das Unternehmen nicht das höchste Gebot bei dem von EQT im Sommer letzten Jahres initiierten Bieterverfahren abgegeben habe. Dass man trotzdem den Zuschlag erhalten habe, verdanke das Unternehmen seinen großen Erfahrungen und soliden Stärken im Abfallbehandlungssektor im Hinblick auf Unternehmensgröße, Betrieb und Management. Die Übernahme stelle für BEHL einen wichtigen Schritt dar, seine Vision eines grünen Wachstums weiterzuentwickeln und proaktiv in Übersee-Märkte zu expandieren. Ferner will BEHL die reichhaltigen Erfahrungen EEWs bei der Entwicklung und dem Betrieb von Energy-from-Waste-Anlagen nutzen, um den chinesischen Standard beim Umweltschutz und der Behandlung fester Siedlungsabfälle zu verbessern.

Allerdings ist das chinesische Unternehmen nicht daran interessiert, EEW langfristig als hundertprozentige Tochter in den Konzern zu integrieren. Wie einem zuvor veröffentlichten Dokument zu entnehmen ist, kann sich die BEHL-Führung vorstellen, mehr als die Hälfte der Anteile an EEW später weiterzuverkaufen. Voraussetzung wäre allerdings, dass die BEHL größter Einzelgesellschafter des Müllverbrenners bliebe. Bislang gebe es allerdings noch keine rechtlich verbindlichen Vereinbarungen mit anderen Investoren, hieß es in der Mitteilung.

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