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Deponierungsanteil in der EU 2014 auf 28 Prozent gesunken


Quelle: EU
25.02.2016 − 

In der Europäischen Union fällt immer weniger Siedlungsabfall an. Nach vorläufigen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist das kommunale Abfallaufkommen 2014 das siebte Jahr in Folge auf 240,9 Mio Tonnen gefallen. Das sind 1,1 Mio Tonnen weniger als im Vorjahr und 20,0 Mio Tonnen weniger als beim bisherigen Höchststand im Jahr 2007. Das pro Kopf erzeugte Abfallaufkommen lag 2014 bei 475 Kilogramm, verglichen mit 477 Kilogramm in 2013 und 523 Kilogramm im Jahr 2007. Weiterhin zeigt sich, dass immer weniger Müll auf der Deponie landet. Insgesamt wurden im Berichtsjahr EU-weit noch 28,3 Prozent des Siedlungsabfalls abgelagert. Im Vorjahr waren es noch 30,5 Prozent, 2007 sogar noch 42,9 Prozent. Im Gegenzug legte die stoffliche Verwertungsquote stetig zu, zuletzt auf knapp 45 Prozent.

Je Einwohner am meisten Siedlungsmüll fällt den Daten der Statistikbehörde zufolge mit 759 Kilogramm weiterhin in Dänemark an, gefolgt von Zypern mit 626 Kilogramm und Deutschland mit 618 Kilogramm. Die geringste Pro-Kopf-Abfallmenge weist Polen mit 272 Kilogramm auf, wobei vom Vorjahresbesten Rumänien noch keine aktuellen Daten für 2014 vorliegen.

Wenngleich der Deponierungsanteil in den letzten Jahren stetig zurückgegangen ist, gibt es noch immer elf EU-Mitgliedstaaten, in denen mehr als die Hälfte allen Kommunalabfalls abgelagert wird. Spitzenreiter ist Lettland mit einer Deponierungsquote von 92 Prozent, dahinter folgen Malta  und Kroatien mit 87,6 bzw. 82,8 Prozent. Anteilsmäßig am wenigsten Abfall wird in Deutschland, Schweden und Belgien abgelagert. In diesen drei Ländern liegen die Deponierungsquoten zwischen 0,3 und 1,0 Prozent.

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