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BDE erwartet schwierige Tarifverhandlungen

Oliver Gross erwartet schwierige Verhandlungen mit Verdi.
Oliver Gross (Bild: Suez)
23.01.2017 − 

„Wir erwarten in diesem Jahr schwierige Verhandlungen mit Verdi, denn ihre Forderungen stellen letztlich die gesamte gegenwärtige Tarifstruktur in Frage. Umso wichtiger ist es, dass die Branche mit einer Stimme spricht und wir mit einem breiten Rückhalt in die Verhandlungen gehen“, so Oliver Gross, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), im Hinblick auf die erste Verhandlungsrunde heute in Berlin.

Wie berichtet geht Verdi mit einer „Volumenforderung" im Umfang von sechs Prozent in die Tarifverhandlungen für die private Entsorgungswirtschaft (Premium). Darauf hatte sich die Bundestarifkommission von Verdi verständigt.

Gross versicherte, dass die Kleine Tarifkommission (KTK) in den Verhandlungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der tarifgebundenen Unternehmen achten wird: „Wir haben mit Verdi im Jahr 2012 den Tarifvertrag so gestaltet, dass dieser den Mitgliedern unternehmerische Freiräume lässt und vor allem die Konjunktur nicht aus dem Auge verliert. Nicht ohne Grund ist die Preisentwicklung für die BDE-Mitglieder aktuell von hoher Wichtigkeit.“

Unmittelbar vor der ersten Verhandlungsrunde hat der BDE die Kleine Tarifkommission (KTK) um Jürgen Richlitzki erweitert. Richlitzki ist Geschäftsführer des BDE-Mitglieds Berlin Recycling GmbH. Neben ihm sind BDE-Vizepräsident Oliver Gross, BDE-Vorstandsmitglied Frank-Steffen Meinhardt und Frank Dohmen von Remondis in der KTK vertreten.

Verdi-Forderungen nicht "mit der Realität auf den Höfen" in Einklang zu bringen

Auf den Regionalverbandstagungen im vergangenen Herbst hat der BDE nach eigenen Angaben seine Mitglieder zur wirtschaftlichen Lage und zu priorisierten Themen befragt: „Sowohl die Preissituation bei den zu vermarktenden Sekundärrohstoffen als auch die Vergütung durch den Kunden schränken die Verteilungsspielräume demzufolge sehr deutlich ein“, sagte Gross. „Wir werden uns seriösen Verhandlungen selbstverständlich nicht verschließen. Die gegenwärtigen Forderungen von Verdi sind aber aus dem Wolkenkuckucksheim und sind mit der Realität auf den Höfen unserer Mitglieder vor Ort nicht in Einklang zu bringen“. Nach dem Verhandlungsbeginn heute in Berlin sollen die Gespräche am Mittwoch, den 15.02.2017, in Köln fortgesetzt werden.

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