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Anlagenstillstand bremst Recycling von Getränkekartons


Bildquelle: FKN
26.01.2016 − 

Beim Recycling von Getränkekartons gibt es derzeit Probleme. Voraussichtlich bis Mitte März könne die Papierfabrik Niederauer Mühle (PNM), Kreuzau, keine Getränkekartons verwerten, berichtet die ReCarton GmbH. Nach Angaben der Tochtergesellschaft des Fachverbandes Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel (FKN) hat es bei PNM einen schweren Getriebeschaden an der Aufbereitungstrommel gegeben.

In der Anlage wird ein großer Teil der Sammelmengen aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland zu Wellpappenrohpapier verarbeitet. Wie die ReCarton GmbH weiter mitteilte, bemühe man sich derzeit um Ausweichlösungen. Erste Ladungen seien bereits auf dem Weg zu anderen europäischen Papierfabriken. „Oberste Priorität hat die stoffliche Verwertung. Um den Rückstau bei den Sortieranlagen kurzfristig aufzulösen, ist aber nicht auszuschließen, dass wir mit begrenzten Mengen auch in die thermische Verwertung  gehen müssen“, erklärt ReCarton-Geschäftsführer Michael Brandl.

ReCarton verweist auch auf den drastischen Preisverfall auf dem Rohölmarkt, der die Branche vor zusätzliche Herausforderungen stelle. „Die Recyclat-Preise folgen stets dem Trend der Primärware und der geht zurzeit nach unten. Das setzt auch Anlagen, die Kunststoff-Aluminium-Reststoffe aufbereiten, unter Druck“, so Brandl.

Der ReCarton-Geschäftsführer zeigte sich gegenüber EUWID überzeugt, dass die Recyclingvorgaben der Verpackungsverordnung trotz dieser Ausnahmesituation erreicht werden. Im vergangenen Jahr wurden 129.000 Tonnen Getränkekartons stofflich verwertet, was einer Recyclingquote von über 70 Prozent entsprach.

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