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AMK: Märkischer Kreis setzt weiter auf PPP-Modell mit Lobbe und EDG


Bildquelle: AMK / Märkischer Kreis
31.01.2017 − 

Von der Rekommunalisierung über die Veräußerung von Gesellschaftsanteilen an Dritte bis hin zur Unternehmensliquidation – in den vergangenen zwei Jahren wurde eine Vielzahl von Optionen zur weiteren Entwicklung der Abfallentsorgungsgesellschaft des Märkischen Kreises (AMK), Iserlohn, ausgelotet. Am Ende wird es aber beim Status Quo bleiben. Wie AMK-Geschäftsführer Kristian Kassebohm gestern auf der Berliner Abfallwirtschaftskonferenz mitteilte, soll das bisherige PPP-Modell des Märkischen Kreises mit den beiden Entsorgern EDG Holding GmbH und der Lobbe Industrieservice GmbH& Co. KG bis Ende 2027 fortgeführt werden. Ein entsprechender Kreistagsbeschluss soll am 30. März getroffen werden.

Im Jahr 2002 hatte der Kreis die AMK teilprivatisiert. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung wurden insgesamt 49 Prozent der AMK-Anteile an die MK Beteiligungsgesellschaft mbH& Co. KG veräußert, an der zu gleichen Teilen die Dortmunder EDG und Lobbe aus Iserlohn  beteiligt sind. Der seinerzeit geschlossene Vertrag endet 2021/22. Um die Handlungsoptionen für die Zeit danach auszuloten, hat sich der Märkische Kreis von Pricewaterhouse Coopers (PwC) ein entsprechendes Gutachten erstellen lassen. Neben einer Vertragsbeendigung mit anschließender Liquidierung der AMK sowie dem Weiterbetrieb in der bisherigen Form, allein oder mit anderen kommunalen Partnern wurden dabei auch die Teilstilllegung sowie die Veräußerung von Gesellschaftsanteilen des Märkischen Kreises an Dritte als Option von den Gutachtern geprüft.

Ein im Frühjahr 2016 gestartetes Interessenbekundungsverfahren brachte auch sieben potenzielle Interessenten für eine vollständige oder anteilige Übernahme der Kreisanteile an der AMK hervor. Allerdings konnte keines der Angebote der Erwartungshaltung des Kreises gerecht werden, weswegen der Kreistag Mitte Dezember beschloss, das Interessenbekundungsverfahren einzustellen.

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