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Alttextilrecycler ziehen ernüchternde Bilanz nach fünf Jahren Kreislaufwirtschaftsgesetz


Martin Wittmann (Bildquelle: bvse)
17.05.2017 − 

Die mittelständisch geprägte Altkleiderbranche sieht sich mit einem Bündel an Problemen konfrontiert. Die Marktlage sei weiterhin angespannt, wenngleich zumindest in Osteuropa eine Entspannung eingetreten sei, erklärte Martin Wittmann, bvse-Vizepräsident und Vorsitzende des Fachverbands Textilrecycling (FTR), bei der Jahrestagung des FTR vergangene Woche in Rostock-Warnemünde. In Ostafrika drohe weiterhin ein Importverbot. Stark erhöhte Zölle belasteten das Geschäft in Afrika, dessen Anteil am Gesamtmarkt Wittmann auf rund 30 Prozent beziffert. Hinzu kämen höhere Frachtraten.

Mit Blick auf das Kreislaufwirtschaftsgesetz zieht Wittmann eine ernüchternde Bilanz: „Fünf Jahre nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist der Kampf gegen die Kommunalisierung verloren, und gegen illegale Container hat man immer noch wenig Handhabe.“ Dabei habe der Trend zu kommunalen Sammlungen dazu geführt, dass die Qualität der Sammelware gesunken sei und etwa Verladeeinrichtungen schlecht ausgelastet seien. Teilweise seien Wechselbrücken nur mit fünf Tonnen beladen.

Wittmann kritisierte auch die Praxis der kommunalen Ausschreibungen. Manche Unternehmen würden sich aufgrund schlechter Erfahrungen erst gar nicht mehr an Ausschreibungen beteiligen, die im Einzelfall schon mal einen Umfang von 75 Seiten erreichen könnten. Angesichts oftmals eingeräumter einseitiger Verlängerungsoptionen appellierte der FTR-Vorsitzende an die Kommunen, den Sammelunternehmen faire Vertragsbedingungen einzuräumen.

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Ernüchternde Bilanz der Alttextilrecycler nach fünf Jahren Kreislaufwirtschaftsgesetz

 

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