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Remmel: „Unverantwortlicher Kahlschlag bei der Umweltverwaltung in den letzten Jahren“

02.05.2012 − 

„In den letzten Jahren ist ein unverantwortlicher Kahlschlag bei der Umweltverwaltung betrieben worden.“ Das sagte der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) anlässlich der Vorstellung des Envio-Abschlussberichtes der rot-grünen Landesregierung. SPD und Grüne wollen auf den Envio-Skandal mit einer personellen und organisatiorischen Stärkung der Umweltverwaltung reagieren.

„Der Envio-Skandal zeigt in erschreckender Art und Weise, welche Folgen Defizite in der Überwachung haben können“, sagte Remmel weiter. „Unser Ziel muss deshalb eine deutliche organisatorische und personelle Stärkung der Umweltverwaltung sein.“

Der Fall Envio habe gezeigt, dass besonders Beschäftigte darunter leiden, wenn elementare Arbeitsschutzmaßnahmen mit Füßen getreten werden, ergänzte der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Guntram Schneider. „Wir treten nicht nur kriminellen Machenschaften durch eine konsequente Überwachung des Arbeitsschutzes entgegen, sondern wir haben gemeinsam mit den Bezirksregierungen erste Maßnahmen zur Stärkung des Arbeitsschutzes für alle Beschäftigten im Land ergriffen“, so Schneider weiter.

Der PCB-Skandal im Dortmunder Hafen ist nach Ansicht der nordrhein-westfälischen Landesregierung einer der größten Umweltskandale der des letzten Jahrzehnts. Die durch das Entsorgungsunternehmen Envio ausgelöste PCB-Verseuchung habe schwerwiegende Gefahren für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen. Vor allem Beschäftigte der Firma Envio und dort tätige Leiharbeiter seien durch PCB hoch belastet worden.

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