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Plastiktüten: Letzte Mahnung für Griechenland, Italien, Polen und Zypern

14.06.2017 − 

Die EU-Kommission setzt vier Mitgliedstaaten eine letzte Frist, um die europäische Richtlinie zur Verminderung des Verbrauchs von leichten Kunststofftüten in nationale Vorschriften umzusetzen. Griechenland, Italien, Polen und Zypern werde eine Frist von zwei Monaten gesetzt, kündigte die EU-Behörde heute in Brüssel an. Falls nach Fristablauf keine befriedigende Antwort der Mitgliedstaaten vorliegt, kann die Kommission als nächsten Verfahrensschritt eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einleiten.

Die EU-Richtlinie wurde 2015 verabschiedet, um den Verbrauch an Einweg-Tragetaschen aus Kunststoff dauerhaft zu senken. Die Umsetzungsfrist für die Mitgliedstaaten lief am 27. November 2016 ab. Die Richtlinie fordert von ihnen, die kostenlose Abgabe von Plastiktaschen mit einer Wandstärke unter 50 Mikron zu beenden und/oder Maßnahmen zu treffen um sicherzustellen, dass bis Ende 2019 höchstens 90 Tüten pro Einwohner und Jahr verbraucht werden. Bis Ende 2025 soll der Verbrauch dann auf höchstens 40 Tüten je Einwohner und Jahr sinken.

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