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Schweizer Separatsammlungen lohnend, aber noch lange nicht kostendeckend

31.01.2012 − 

Die von Schweizer Kommunen organisierten Sammlungen von Wertstoffen sind günstiger als die Sammlung und Verwertung von Kehricht. Von einer Kostendeckung ist die Mehrheit der Gemeinden aber noch weit entfernt.

In der Schweiz kostet die kommunale Abfallentsorgung im Durchschnitt 129 Franken pro Einwohner und Jahr. Mit Abstand am teuersten mit 57 CHF/Ew ist dabei die Sammlung und Verwertung von Hauskehricht, während die von den Gemeinden organisierten Separatsammlungen von Wertstoffen teils deutlich darunter liegen. Zu diesem Ergebnis kommt die Fachorganisation Kommunale Infrastruktur in einer gestern veröffentlichten Studie.

Allerdings sei die Mehrheit der Gemeinden noch weit davon entfernt, aus den Materialerlösen und den Vergütungen der vorgezogenen Entsorgungsgebühren die gesamten Entsorgungskosten für Papier, Glas, Aluminium und Konservendosen zu decken. Die effizienteste Separatsammlung ist demnach die Altpapiersammlung. Hier liegen die jährlichen Nettokosten für die durchschnittlich pro Kopf erfassten 75,2 Kilogramm Altpapier im gewichteten Mittel gerade einmal bei 2,7 CHF pro Einwohner.

Übergreifend über alle Stoffgruppen hinweg liegt der gesamtschweizerische mittlere einwohnergewichtete Kostendeckungsgrad bei 96 Prozent, was laut Studie grundsätzlich auf eine konsequente Umsetzung des Verursacherprinzips hinweist.

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