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Chiho Tiande investiert 80 Mio € ins Altautorecycling

10.04.2017 − 

Der chinesische Metallrecycler Chiho Tiande will rund 80 Mio € in neue Recyclinganlagen investieren. Das Vorhaben in der chinesischen Küstenstadt Tangshan umfasst vor allem Anlagen zur Aufbereitung und Zerlegung von Altautos und KfZ-Teilen, gleichzeitig sollen aber auch gemischte Metallschrotte verwertet werden. Die später noch erweiterbare Jahreskapazität soll zunächst bei rund 100.000 Tonnen Schrotten, 25.000 Altautos sowie 40.000 Automobilteilen liegen. Die Investitionskosten bezifferte der Konzern auf 677 Mio Hong Kong Dollar, was bei aktuellen Wechselkursen fast 82 Mio € entspricht. Die Finanzierung soll durch Eigenmittel sowie über Bankkredite erfolgen, erklärte Chiho Tiande.

Mit dem Investitionsvorhaben will der chinesische Konzern nicht nur seinen Marktanteil im Metallrecycling ausbauen, sondern auch in die Aufbereitung von Altautos einsteigen. Die zu den „weltweit besten“ gehörenden Shredder- und Verwertungsanlagen für Altautos hatte Chiho Tiande wiederholt als einen der Hauptgründe für die im vergangenen Jahr vollzogene Übernahme des angeschlagenen deutschen Stahlschrottrecyclers Scholz genannt.

Die Entscheidung für den knapp 150 Kilometer von der Hauptstadt Peking entfernten Standort in der Region Hebei begründete das Unternehmen unter anderem mit den Anschluss an einen Tiefseehafen. Außerdem sei die Industriestadt Tangshan gut an die Transportnetze im Norden Chinas angebunden.

Aus Chiho Tiande wird Chiho Environment

Neben den Investitionsplänen berichtete der Metallrecycler in der vergangenen Woche auch über die geplante Änderung des Unternehmensnamens. Aus der Chiho Tiande Group soll die Chiho Environment Group werden. Mit der Namensänderung soll die Unternehmensstrategie und die künftige Entwicklung des Konzerns besser widergespiegelt werden. Die Namensänderung muss allerdings noch im Rahmen der Jahreshauptversammlung von den Aktionären abgesegnet werden.

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