AVE-Gruppe mit Ergebniseinbruch im ersten Geschäftshalbjahr 2011/12
Der österreichische Entsorger AVE hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 deutlich weniger verdient. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht des Mutterkonzerns Energie AG Oberösterreich hervorgeht, verschlechterte sich das operative Ergebnis (EBIT) der im Konzernsegment Entsorgung zusammengefassten AVE-Gruppe um 29,8 Prozent auf 6,6 Mio €.
Das EBITDA belief sich für den Berichtszeitraum Oktober 2011 bis März 2012 auf 32,4 Mio € nach 38,3 Mio € im Vorjahr. Als Ursache für den Ergebnisrückgang verweist die Konzernführung auf die im Herbst 2011 vorübergehend gesunkenen Wertstoffpreise, vor allem bei Papier und Karton, sowie den anhaltenden Preisdruck im Bereich der gewerblichen und gefährlichen Abfälle. Als weitere Gründe nennt AVE den kontinuierlich steigenden Dieselpreis sowie den vergleichsweise hohen kollektivvertraglichen Abschluss in Österreich.
Nachdem sich die Wertstoffpreise seit Januar aufgrund von Nachfragesteigerungen wieder leicht erholt hätten, rechnet das Unternehmen für die kommenden Monate mit einer Seitwärtsbewegung der Preise auf moderatem Niveau. Die Treibstoffpreise werden tendenziell weiter steigen, während das Abfallmengenaufkommen etwa konstant bleibe. Insgesamt hat die AVE-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr 2,446 Mio Tonnen Abfall umgeschlagen – 11,3 Prozent weniger als im Vorjahr.
zurück − Ärmsten Ländern droht höchster Anstieg der Entsorgungskosten
EVN-Umweltsparte mit geringerem Umsatz und Ergebnis im ersten Geschäftshalbjahr − vor
Abo & Shop