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Alba und Techcent bauen für eine Mrd Euro Recyclingpark in China

von links nach rechts: Wenquan Luo (Vertreter Deyang, sitzend), Keqiang Li (Ministerpräsident VR China, stehend), Bundeskanzlerin Angela Merkel und Axel Schweitzer (Bild: Alba)
von links nach rechts: Wenquan Luo (Vertreter Deyang,
sitzend), Keqiang Li (Ministerpräsident VR China,
stehend), Bundeskanzlerin Angela Merkel und Axel
Schweitzer (Bild: Alba)
01.06.2017 − 

Der Berliner Recycler Alba hat mit der Chengdu Techcent Environment und der Deyang Construction Investment Group den Bau eines Hightech-Recyclingparks vereinbart. Die Unterzeichnung erfolgte heute im Rahmen des Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem chinesischen Premierminister Keqiang Li in Berlin, teilte Alba mit. Das Investitionsvolumen beträgt rund eine Mrd Euro.

Der „Deyang Resource Recycling Industrial Park“ soll mit einer Größe von rund 3,3 Quadratkilometern südöstlich der Stadt Deyang im östlichen Ballungsraum der Provinz Sichuan entstehen. Das Konzept des Parks sehe vor, dass alle Abfallarten und alle Behandlungs- und Verwertungsschritte an einem Platz und mit den modernsten verfügbaren Anlagen bearbeitet werden, so Alba.

Dabei sollen die höchsten Umweltstandards eingehalten werden. Hierdurch reduzieren sich Transportaufwand und Umweltbelastungen. Mittels modernster Technik, intelligenter Vernetzung der Stoff- und Energieströme sowie einer zentralisierten Park-Infrastruktur sollen sämtliche Abfälle der Region bestmöglich in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt, Restabfälle minimiert und die Luft- und Wasserverschmutzung der Region verringert werden, hieß es. Alba erstellt nach eigenen Angaben federführend das Konzept, organisiert das Zusammenspiel und bewirbt sich auch selbst um einige Module.

"Anfragen für weitere Parks liegen bereits vor"

„China ist sehr an einem schnellen Fortschritt in Sachen Umweltschutz interessiert. Dabei setzt man auf deutsches Recycling-Know-how, wie wir von ALBA es bieten“, so Alba-Chef Axel Schweitzer anlässlich der heutigen Vertragsunterzeichnung.

Schweitzer kündigte weitere derartige Projekte im Reich der Mitte an. „Solche Hightech-Recyclingparks wie der jetzt geplante, möchten wir in verschiedenen chinesischen Regionen aufbauen. Wir freuen uns, dass wir mit unseren Partnern in Deyang den Anfang machen und somit Vorbild für weitere Projekte sein können. So unterstützen wir China aktiv dabei, das Konzept einer modernen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft weiter auf- und auszubauen.“

Der Deyang Resource Recycling Industrial Park gilt als Modell für eine nachhaltige Abfallwirtschaft in China, nachhaltige Entsorgungs- und Recyclingkonzepte für die Anwendung in Mega Cities werden hier praktisch erprobt. Anfragen für weitere Parks in anderen Regionen liegen bereits vor.

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