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– Der Güterumschlag von Eisenerz und Schrott am Rotterdamer Hafen ist im ersten Halbjahr 2011 deutlich zurückgegangen. Wie die Hafengesellschaft mitteilte, summierten sich die über Rotterdam abgewickelten Im- und Exporte zwischen Januar und Juni auf 19,37 Mio Tonnen. Das sind 6,9 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2010. Insbesondere die Ausfuhren brachen deutlich um 17,6 Prozent auf 1,62 Mio Tonnen ein. Die Einfuhren lagen mit 17,75 Mio Tonnen 5,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Laut Hafengesellschaft wirkte sich die weiterhin hohe Nachfrage der türkischen Stahlindustrie positiv auf den Schrottexport aus. Dagegen habe sich die deutsche Rohstahlproduktion nach dem kräftigen Anstieg 2010 in den ersten sechs Monaten dieses Jahres allenfalls stabilisiert. Für das zweite Halbjahr 2011 wird aber wieder ein Anstieg der Eisenerzimporte erwartet.
In Spiez im schweizerischen Kanton Bern ist Mitte August ein neues Biomassezentrum offiziell in Betrieb gegangen. Unter Federführung der Oberland Energie AG, einem Gemeinschaftsunternehmen der AG für Abfallverwertung (AVAG) und der BKW FMB Energie AG, wurden für rund 30 Mio Franken eine Vergärungsanlage, eine Altholz- und Restholzheizung sowie die Erweiterung der bestehenden Kompostierungsanlage realisiert. Wie Oberland Energie mitteilt, sollen in der Vergärungsanlage auf Basis eines breiten Spektrums biogener Abfälle jährlich rund 1,5 Mio m³ Gas produziert werden. Durch eine Kraftwärmekopplungsanlage könnten so mehr als 2.400 MWh Fernwärme und über 3.000 MWh Strom erzeugt werden. Weitere 26.600 MWh Prozessdampf liefert die Alt- und Restholzheizung, in der neben Holz von Wurzelstöcken und Baumstämmen auch Altholz der Klasse A1 und A2 verbrannt werden sollen.
Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat am 19. August die Anhörung für die Revision der Altlastenverordnung eröffnet. Mit der Änderung der Verordnung sollen Unklarheiten im Vollzug im Bereich der Überwachung von Altlaststandorten beseitigt werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Untergrenzen der Schadstoff-Konzentration für die Definition des Überwachungsbedarfs. Ferner soll die Verordnung künftig auch den Schadstoffverlauf als Beurteilungskriterium für den Entscheid über die Fortführung einer Überwachung berücksichtigen. Da Überwachungen belasteter Standorte oft über viele Jahre nötig seien, sollen der zuständigen Behörde ferner neu Überwachungskonzepte vorgelegt werden, welche die Ziele und Maßnahmen der Überwachung beschreiben. Die Anhörung zur Revision der Altlastenverordnung dauert bis zum 1. November 2011.
Die Alter Energy Group AG (AEG), Zürich, hat das ukrainische Zuliefererunternehmen für Biomasse ZET Biomass Group (ZGB) übernommen. Der Schwerpunkt der ZGB werde weiterhin die Abdeckung des Bedarfs an Holzabfällen des integrierten AEG-Biomassekraftwerks (BMKW) sein, teilte das Schweizer Unternehmen mit. „Die Unterzeichnung der Übernahme von ZGB bietet AEG die notwendige Plattform für die nachhaltige Beschaffung von Biomasse zur Verwirklichung unserer aktuellen Ziele bei der Energiegewinnung in der Region Zhytomir“, sagte Edward J. Klaeger, CEO von AEG. Zukünftig könne das Unternehmen jedoch auch landwirtschaftliche Reststoffe und Energiepflanzen einbeziehen sowie beispielsweise Holzpellets und Holzhackschnitzeln herstellen und beides sowohl auf internen als auch externen Märkten vertreiben. Da die Nachfrage nach einer Energiegewinnung durch alternative Quellen sowohl in der Ukraine als auch in der EU steige, werde zudem die Leistungsfähigkeit der ZGB erhöht, um den wachsenden Bedarf an nachhaltiger Versorgung mit Biomasse zu decken.
Das deutsch-indische Joint Venture IOT Mabagas Ltd. hat mit dem Bau einer Biogasanlage im indischen Puduchatram, Tamil Nadu, begonnen. An dem Joint Venture sind jeweils zur Hälfte die Mabagas GmbH & Co. KG, Hamburg, sowie die IOT Infrastructure & Energy Services Ltd., Mumbai, beteiligt. Für die Biogaserzeugung werden nach Angaben von Mabagas jährlich 100.000 Tonnen Substrate benötigt. Das Joint Venture verzichtet dabei bewusst auf die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen und setzt stattdessen landwirtschaftliche Reststoffe sowie Hühnertrockenkot ein. Die im Bau befindliche Anlage ist eine einstufige Nassfermentationsanlage, bestehend aus vier Fermentern mit einem Gesamtvolumen von 16.000 m³. Im laufenden Betrieb können mit dieser Kapazität mindestens 40 Mio kWh Biogas pro Jahr erzeugt werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Anlage mehr als 15 Mio kWh Strom pro Jahr produzieren. Die bei dem Prozess entstehenden Gärreste werden separiert, sonnengetrocknet und anschließend als Düngemittel auf den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt. IOT Mabagas beabsichtigt, das Projekt im Rahmen der UN-Klimaschutzziele zur Vermeidung schädlicher Treibhausgase anzumelden.
30.08.2011
Wirtschaft
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Märkte
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- Industriepreise für Edelmetalle
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