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– Der sachsen-anhaltische Abgeordnete der Landtagsfraktion der Grünen Dietmar Weihrich interessiert sich für die geplante Dickstoffversatzanlage für gefährliche Abfälle in Angersdorf im Saalekreis. In einer Kleinen Anfrage vom 9. August fragt Weihrich die Landesregierung unter anderem nach dem Stand des Genehmigungsverfahrens. Darüber hinaus geht es um mögliche gesundheitliche Gefahren für die Bevölkerung sowie die Sicherheit der Anlage. Eine Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor.
Bereits im Februar 2010 hatte die Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG beim Landesbergamt den vorzeitigen Baubeginn einer Konditionierungsanlage beantragt (EUWID 33/2010). Die Anlage soll stündlich 50 Tonnen pumpfähige Versatzmaterialien aus gefährlichen Abfällen herstellen und damit die unterirdischen Hohlräume des Schachts „Petra“ in dem ehemaligen Bergwerk verfüllen. Beim Dickstoffversatz werden der GTS zufolge Filterstäube mit Abfallflüssigkeiten zu einer Suspension, dem so genannten Dickstoff, verarbeitet und im hydraulischen Versatz direkt in die zu verfüllenden Hohlräume eingebracht. Dort verfestigt sich der Dickstoff. Bei den Abfällen soll es sich um Stäube aus Müllverbrennungsanlagen handeln. In dem vor der Wende stillgelegten Schacht gibt es nach Angaben des Angersdorfer Bürgermeisters Ralf Wunschinski Hohlräume mit einem Fassungsvermögen von rund zwei Mio Kubikmetern.
Nach Darstellung des Grünen-Abgeordneten Weihrich birgt die geplante Anlage „eine Vielzahl von Risiken“. So entstehe in dem Versatzgemisch Wasserstoff, wodurch explosionsfähige Luft-Wasserstoff-Gemische entstehen könnten, so Weihrich. Daneben bestünden ökologische und gesundheitliche Gefahren bei der Verarbeitung des Giftmülls. Mögliche Gefahrenquellen seien Unfälle bei der Anlieferung mittels LKW sowie Havarien bei Lagerung, Aufbereitung und Verfüllung der MVA-Stäube. Zudem bestehe ein „unvorhersehbares Verbreitungsrisiko“ im Falle eines Gebirgsschlags vor Fertigstellung der Verfüllung.
30.08.2011
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