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– Deutschland hat in den ersten sechs Monaten 2011 rund 662.900 Tonnen Altkunststoffe im Wert von 224,1 Mio € exportiert. Das sind 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (679.500 t für 192,7 Mio €). Insbesondere zu Beginn des Jahres lagen die Ausfuhrmengen deutlich unter den Vorjahreswerten (Q1 2011: 317.900 t; Q1 2010: 330.900 t). Im zweiten Quartal legten die Exporte gegenüber den ersten drei Jahresmonaten aber wieder zu und lagen mit 345.000 Tonnen im zweiten Quartal etwa auf Vorjahresniveau (348.600 t). Vor allem im Handel mit China weist das Statistische Bundesamt für die letzten beiden Berichtsmonate Mai und Juni wieder starke Zuwächse der Exportmengen aus.
Insgesamt stiegen die Ausfuhren an „Abfällen, Schnitzel und Bruch von Kunststoffen“ nach China im ersten Halbjahr 2011 um gut 8,2 Prozent auf 317.100 Tonnen (Wert: 93 Mio €). Weitere 135.400 Tonnen für 45,4 Mio € gingen in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 8,4 Prozent. Auch Indien, Malaysia und die USA importierten weniger Altkunststoffe aus Deutschland als im ersten Halbjahr 2010.
Die deutschen Altkunststoffexporte innerhalb Europas waren ebenfalls rückläufig. Laut Destatis lagen Deutschlands Ausfuhren in die übrigen EU-Staaten in den ersten beiden Quartalen bei 151.300 Tonnen. Dabei legten die Exporte in die Niederlande gegen den Trend zu, von 43.200 auf 47.900 Tonnen. Informationen darüber, wie viel hiervon über Zwischenhändler eventuell weiter exportiert wurden, liegen dem Statistikamt nicht vor, wie ein Behördenvertreter auf Nachfrage erklärte.
Nach Sorten untergliedert entfällt der Löwenanteil der Kunststoffexporte auf Abfälle aus Polyethylen (PE). Allein nach China und Hongkong gingen zwischen Januar und Juni 2011 rund 246.100 bzw. 35.700 Tonnen PE-Abfälle. Die gesamten PE-Ausfuhren Deutschlands summierten sich im Berichtszeitraum auf 394.100 Tonnen im Wert von 133,6 Mio €. Auf Polypropylen-Kunststoffabfälle (PP) entfielen mit 40.000 Tonnen (Wert: 13,3 Mio €) etwa sechs Prozent der Exporte. PVC- und PS-Abfälle machten mit 22.000 Tonnen (6,0 Mio €) bzw. 21.300 Tonnen (7,4 Mio €) jeweils knapp drei Prozent aus.
30.08.2011
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