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– Der Präsident des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth hat sich für eine stärkere energetische Nutzung von Biomüll und entsorgten Speiseresten ausgesprochen. Bio- und Grünabfälle aus deutschen Haushalten und Gärten würden über ein Energiepotenzial von 1,2 bis 2,0 Terawattstunden (TWh) im Jahr verfügen, erklärte Flasbarth in der vergangenen Woche gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur. Auch wenn diese Menge im Vergleich zum gesamten Stromverbrauch in Deutschland von jährlich rund 500 TWh gering ausfalle, könne sie dennoch ein Baustein bei der geplanten Energiewende sein.
Bisher werden laut Umweltbundesamt (UBA) erst 15 Prozent der Bioabfälle aus Haushalten und Gärten für die Vergärung und die Energieproduktion eingesetzt. Daher plädiert Flasbarth für eine Ausweitung der Bioabfallsammlung. Im gerade reformierten Erneuerbare-Energien-Gesetz seien mit besseren Förderbedingungen für die Nutzung von Reststoffen und einer Obergrenze für die Nutzung von Mais die richtigen Weichen gestellt worden, betonte der UBA-Chef.
Die Konzentration auf Primärstoffe, wie beispielsweise Mais, bei der Strom- und Wärmeproduktion in Biogasanlagen ist aus Sicht von Flasbarth problematisch. Neben der Entstehung von Monokulturen könnten auch Verschlechterungen der Wasser- und Bodenqualität nicht ausgeschlossen werden. Auch die zunehmende Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion sieht er kritisch. Daher rät der UBA-Präsident dazu, sich künftig verstärkt auf Abfälle und Reststoffe zu konzentrieren. (dpa)
30.08.2011
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