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– Das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau hat die Industrie in der vergangenen Woche erneut aufgefordert, das Angebot an bruchsicheren Energiesparlampen zu erhöhen. Somit könnten die Gesundheitsrisiken durch den Austritt des in den Lampen befindlichen Quecksilbers minimiert werden. Von den bisher im Handel erhältlichen Sparlampen sei keine vollständig bruchsicher, so das UBA.
Auch die verwendeten Schutzhüllen könnten das Austreten von Quecksilber nicht komplett verhindern. Allerdings würden Energiesparlampen mit Splitterschutz, beispielsweise in Form eines Silikon- oder Plastiküberzugs, nicht so schnell brechen. Außerdem seien diese Modelle besser gegen Zerbersten geschützt, so dass sich der Scherbenbruch einfacher beseitigen ließe, lobt die Umweltbehörde.
Das UBA hat bei einer aktuellen Untersuchung vier neuwertige Lampentypen auf ihre gesundheitlichen Risiken nach Zerbrechen und Austreten von Quecksilberdampf hin unter die Lupe genommen. Versuche in einem Büroraum hätten dabei eindeutig bestätigt, dass schnelles und gründliches Lüften von 15 Minuten im Falle eines Bruches ausreichenden Schutz bietet. Danach können die Bruchreste bei weiter geöffnetem Fenster sachgerecht entsorgt werden. Ohne Lüften jedoch können gesundheitlich relevante Konzentrationen im Innenraum über mehrere Stunden auftreten und im ungünstigsten Falle bis zu zwei Tage andauern, warnt die Behörde.
Die untersuchten Produkte enthielten Quecksilber mit jeweils unterschiedlichen Anteilen von 1,5 bis 2,0 Milligramm, dosiert als Flüssigquecksilber, Quecksilber-Eisen-Pille oder gebunden als Amalgam. Neuwertige Energiesparlampen mit Amalgam dampften bei den Versuchen des UBA deutlich weniger Quecksilber aus als Lampentypen mit anderer Quecksilbertechnik. Eine Studie des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bestätige diese Ergebnisse, hieß es weiter.
30.08.2011
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